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Was immer wir radio people schreiben - indem wir es schreiben und, am Mikrofon sitzend sprechen, plädieren wir für das Hören.

( Joachim-Ernst Berendt)

Warum fördert Radio - Selbermachen die Zuhörfähigkeit? Wer für das akustische, das Zuhör-Medium Radio produziert, muss auch selbst genau hinhören. Hat der Gesprächspartner das wirklich gesagt, oder hat er in Wirklichkeit etwas ganz anderes gemeint? Ist hier wirklich ein guter Ort für ein Interview, oder ist die Geräuschkulisse im Hintergrund viel zu laut? Klingt dieser Schnitt wirklich natürlich, oder wäre es besser, das Atemholen der Gesprächspartnerin nicht wegzuschneiden?

Mehr noch: Die Kinder lernen "professionell" zu hören - sie hören ja auch stellvertretend für die Radiohörer und müssen sich immer wieder dieser zweiten Ebene bewusst sein. Wie vermittelt sich das, was ich gerade aufnehme, im Radio? Welches Geräusch löst beim zuhören Spannung, Angst, gute Laune aus?

Kinder lernen beim Radiomachen:

  • Ihre akustische Umgebung bewußt wahrzunehmen
  • Gespräche inhaltlich genau zu verfolgen
  • "akustisches Konzipieren"
  • Gehörtes zu analysieren und zu beurteilen
  • ein Gefühl für Rhythmus von Sprache, Klängen und Pausen zu entwickeln
  • einander bei Diskussionen in der Gruppe zuzuhören


Wie geht das? Auf dieser Seite finden Sie technische und methodische Tipps, Arbeitshilfen und Spielideen.

Technisches und Journalistisches Grundwissen:

Methoden, Spiele, Übungen...


Wer hilft mir dabei? Geräte verleihen z. B. die Kreisbildstellen. Oft unterstützen sie auch mit Sachverstand und Personal.

Hier können Sie nachschauen, welche Bildstelle in ihrer Nähe was anbietet.

Das Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis hat ein bayernweites Netz an regionalen Fachberaterinnen und Beratern. Sie helfen bei Konzeption und Durchführung von Medienprojekten mit Kindern und Jugendlichen. Ausserdem verleihen sie Geräte.

Literatur zu Radioarbeit mit Kindern und Jugendlichen

Sie finden Literatur dazu auch unter www.br-online.de/erzaehlen.

DIETZE, Lena; BERNIUS, Volker: RadioPraxis. Erfahrungsberichte und Beispiele aus Hessen Ein Handbuch zur Radioarbeit in Schulen und Jugendredaktionen Frankfurt a. M. 1998.

DILLMANN, Elke: Radiogeschichten. In: Praxis Schule 5 - 10, Heft 4 / 2004, S. 36 - 40

DILLMANN, Elke: Hören lernen durch "Hören machen". Das Projekt "Kinder machen Radio" des Bayerischen Rundfunks Aus: Kahlert, Joachim; Schröder, Michael; Schwanebeck, Axel (Hrsg.): Hören. Ein Abenteuer München 2001.

HANSEN, Leo; MATZKE, Gerd: Faszination Hören. Ton und Klang als pädagogische Elemente Münster (Votum) 1998.

KAHLERT, Joachim; SCHRÖDER, Michael; SCHWANEBECK, Axel (Hrsg.): Hören. Ein Abenteuer München (Reinhard Fischer) 2001.

Österreichisches Bundesministerium für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten (Hg.) (1999): Die Radio-Box. Materialien zur Medienerziehung. Wien

MAIER, Wolfgang: Mit Medien motivieren: Beispiele für den Unterricht. Wiesbaden 2001.

PALME, Hans-Jürgen und andere (Hrsg.): Voll auf die Ohren. Jugendradioarbeit in der Bundesrepublik. Beispiele, Anregungen und Ideen, München (Kopäd) 1992.

PALME, Hans-Jürgen und SCHELL, Fred (Hrsg.): Voll auf die Ohren 2. Kinder und Jugendliche machen Radio. Beispiele, Anregungen, Ideen, München (Kopäd) 1998.

ROGGE, Jan-Uwe; ROGGE, Regina: Zuhören macht Spass Die besten Kassetten und CDs, Hörclubs für Kids, Tips zum Selbermachen Reinbek bei Hamburg (Rowohlt) 1999. (= Mit Kindern leben)


Radiojournalismus - Grundlagen

ARNOLD, Bernd Peter: ABC des Hörfunks. München (Ölschläger) 1999.

LA ROCHE, Walther von und BUCHHOLZ, Axel: Radio-Journalismus. Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis im Hörfunk, München (List) 1993

Was kommt dabei heraus? Die im Projekt erprobten praktischen Ideen werden unter dem Titel "Ganz Ohr Sein" in der Reihe "Praxis Impulse" des Westermann-Verlages veröffentlicht (Frühjahr 2005).

Die Beiträge aus den Radioprojekten der "GanzOhrSein"-Schulen sind dank der Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk und des engagierten Einsatzes von Elke Dillmann und Barbara Weiß (Kinder machen Radio) auf den webseiten der BR-Kinderinsel zu hören.

"Boing Klangkörper"
Der Hörclub der Grundschule Frauenstraße stellt in seinen Beiträgen die Ausstellung "boing Klangkörper" vor, die bis zum 17.6.01 im Münchner Kinder- und Jugendmuseum zu sehen war.

Was ist los im Schullandheim?
Darüber berichten die Kinder der 3. Klasse der Grundschule an der Ichostraße.

Die klingende Schule
Die Kinder der 2. Klasse der Bernaysschule stellen Hörrätsel aus den Klängen ihrer Schule und beschreiben ihre Lieblingsplätze.


Akustische Polaroids: Mailand - Germering
Aus diesem Radioprojekt des Gymnasiums Germering und der Deutschen Schule in Mailand ist eine einstündige Sendung entstanden, geplant und moderiert von den Jugendlichen selber im Störfunkprogramm. Die Jugendlichen stellten in ihren Beiträgen "Typisches" aus ihrer Stadt vor: Mode, U-Bahn, Comics oder Alkohol, Langeweile, Typisch Deutsch.

Radio-AG
Aus dem Radioprojekt mit Mailand hat sich am Carl-Spitzweg-Gymnasium eine Radio-AG entwickelt. Auch an der Hauptschule Rosenheim - Aising gibt es seit dem Schuljahr 01/02 eine Radio-AG. Die ersten "Sendungen" waren Weihnachtsgeschichten, die die Hauptschüler mit der 2. Klasse zusammen entwickelt, aufgenommen und geschnitten haben. In der letzten Woche vor Weihnachten wurde je eine Geschicht in der Früh über die Sprechanlage "gesendet".

Pausenradio
Aus den Anregungen der Radioworkshops haben sich an drei Grundschulen erste Formen von Pausenradio entwickelt: Eine Klasse im Wechsel oder der Hörclub bereitet kurze Beiträge vor, die dann live einmal die Woche vor oder in der Pause über die Sprechanlage "gesendet" werden.

Beispiele für mögliche Beiträge finden Sie in diesem Aufruf zum Mitmachen beim Pausenradio.

Radioelemente im Unterricht
Die Arbeit mit Mikrofon und Kassette wurde auch in den "normalen" Unterricht aufgenommen. U.a. im Musik-, Deutsch- und Fremdsprachenunterricht entstanden Geräusch- und Klangaufnahmen, wurden Geschichten, Szenen oder Gedichte vertont oder zu einem Hörspiel ausgestaltet, kleine Hörgeschichten nach Büchern oder Kassetten entwickelt und aufgenommen, Hörportraits im Rahmen eines Brieffreundschaftsprojektes verschickt, Themen-Interviews und Umfragen durchgeführt oder auch der Lesefortschritt dokumentiert.

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