GanzOhrSein
Ein modulares Handlungsmodell zu Hörenfördern und Hörenmachen

Projektidee

Förderung des gekonnten Hörens und Zuhörens

In der modernen Mediengesellschaft sind wir einer nicht mehr überschaubaren Fülle von Kommunikations- und Informationsangeboten ausgesetzt. Die Fähigkeit, gekonnt zu hören und zuzuhören erleichtert es, von dieser Reizfülle produktiven Gebrauch zu machen.

Ohne diese Fähigkeit jedoch könnten sich die beim Medienkonsum zugelegten Zapper-Gewohnheiten mehr und mehr auf die Gestaltung von Kommunikation ausweiten: kurz einmal hinhören, vielleicht bleiben, wenn es unterhaltsam zu werden verspricht, rasch Neues suchen, wenn man sich zu sehr einlassen muss ... Die verbreitete Klage, heute würde nicht mehr richtig zugehört, kann auch als Indiz dafür gelten, dass viele das Zusammenleben bereits so wahrnehmen.

Da man sich nicht darauf verlassen kann, dass die für die soziale und personale Entwicklung wichtiger werdende Fähigkeit des gekonnten Hörens und Zuhörens gleichsam nebenbei, im Umgang miteinander und mit den medialen Informationsangeboten im gewünschten Maße erworben wird, sollte die Förderung des gekonnten Hörens und Zuhörens ein Anliegen für Bildung werden.

Das Projekt "GanzOhrSein" möchte dazu einen Beitrag leisten.


Unterstützt wurde das Projekt durch die Bund-Länder-Kommission im Rahmen des Programms "Kulturelle Bildung im Medienzeitalter" und den Freistaat Bayern. Näheres über dieses Programm finden Sie unter
www.kubim.de.

Umsetzung

Am Projekt "GanzOhrSein" nahmen insgesamt zehn Grundschulen, zwei Hauptschulen, ein Gymnasium und eine "assoziierte" deutsche Schule in Mailand teil. Die Beteiligung verschiedener Kultur- und Bildungseinrichtungen am Projekt ermöglichte die angestrebte Bildung regionaler Netzwerke; "Grenzüberschreitungen" zwischen Kunst und Bildung konnten erfolgen. Ebenso bestand eine Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Trägern. Ein länderübergreifender Erfahrungsaustausch ergab sich aus der Kooperation von bayerischen mit hessischen Einrichtungen über die Stiftung Zuhören.

Eine Kurzdarstellung der Umsetzung finden Sie hier (229 KB).

Transfer und Verstetigung

Das Projekt "GanzOhrSein" bezog von Anfang an die Implementierung der Hör- und Zuhörförderung über die beteiligten Schulen hinaus ein.

Die rasche Verfügbarkeit und breite Umsetzung der Ergebnisse erfolgte durch Fachtagungen während der Laufzeit (April 2000 bis März 2003), durch zielgruppenspezifische Publikationen in der Fachöffentlichkeit, durch Internet und durch journalistische Beiträge (Zeitungen, Rundfunk).

Die praktischen Ergebnisse des Projektes werden im Frühjahr 2005 in der Reihe "Praxis Impulse" des Westermann-Verlages veröffentlicht. Über die Unterrichtsmitschau der Ludwig-Maximilians-Universität München sind Filme zu beziehen, die im Rahmen des Projektes entstanden sind (Stand Januar 2005: "Erzählen - Zuhören - Verstehen"; "Dem Hören Raum geben - Hörclubs an Grundschulen"; geplant: GanzOhrSein; Radioarbeit in der Schule; Akustische Schulgestaltung; Musik zum Anfassen).

Ergebnisse der Bemühungen um eine Institutionalisierung der Zuhörförderung sind u.a. die Verankerung der Zuhörförderung als pädagogischen Schwerpunktthema im bayerischen Lehrplan für Grundschulen, das regelmäßige Angebot von Fortbildungen in der Akademie für Lehrerfortbildung in Bayern, zahlreiche schulinterne Lehrerfortbildungen sowie die Ausweitung der Hörclubidee über Grundschulen hinaus an Kindergärten, Realschulen und Gymnasien (Stand Januar 2005).

Eine ausführliche Darstellung des Transferkonzeptes finden Sie
hier (113 KB).


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